Fleischkonsum !

Sonntag, 24. April 2016


Ich habe schon immer gerne Fleisch gegessen. Mir schmeckt es einfach. Bisher gab es bei uns zwei Mal die Woche Gerichte mit Fleisch zu essen. Dann begann ich zu recherchieren.
Wie gesund ist Fleisch überhaupt? Wie schlimm sind die Zustände in der Massentierhaltung wirklich? Was gibt es für Alternativen? Was hat Fleischkonsum für Konsequenzen auf mich selbst und meine Umwelt.?
Diese Fragen möchte ich in diesem Post gerne klären und euch damit auf keinen Fall missionieren oder ein schlechtes Gewissen machen, falls ihr genau wie ich Fleischesser seid, sondern einfach nur informieren, da meiner Meinung nach, dieses Wissen gold wert ist und jeder sich mit dem Thema befasst haben sollte um seine eigene Entscheidung treffen zu können. 
Die katastrophalen Zustände der Massentierhaltung, die leichtsinnige Zugabe von Antibiotika und der Aspekt, dass die massive Tierzucht unserer Umwelt enorm zu Lasten fällt, sind Gründe für mich, den eigenen Fleischkonsum auf das Minimalste zu begrenzen oder nach und nach komplett einzusparen.

Massentierhaltung
Dass Massentierhaltug keine Ausnahme ist, muss ich euch sicherlich/hoffentlich nicht erzählen. Der idyllische Bauernhof existiert eben nicht mehr. Stattdessen werden die Tiere den Haltungsformen angepasst. Und nicht umgekehrt. Hörner, Ringelschwänze, Schnäbel und teilweise auch Zähne werden ohne Betäubung abgetrennt. Die Tiere werden in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt und die wesentlichen Bedürfnisse werden ignoriert. Außerdem ist die Zugabe von Antibiotika (siehe unten) standard in der Massentierhaltung. Die Art der Haltungsverhältnisse sind bei jedem Tier unterschiedlich. Es gibt soviel Wissenswertes (es müsste eher Wissensnötige heißen), dass ich in diesem Post nicht auf alles eingehen kann. Schaut hier bitte mal bei der Albert Schweizer Stiftung vorbei und lest euch die Artikel durch.

Antibiotika
Um Krankheiten, die den Gewinn verringern könnten, von vornherein auszuschließen, wird den Tieren meist vorbeugend Antibiotika über das Futter und das Trinken verabreicht. Somit nimmt natürlich nicht jedes Tier die gleiche Dosis zu sich und es bilden sich Resistenzen, also Bakterien, die Antibiotika unwirksam machen, die die einzelnen betroffenen Tiere an ihre Kollegen durch die Haltungsbedingungen weitergeben. Wenn wir also ein solches verseuchtes Fleisch zu uns nehmen, kann das auch für uns gefährlich werden, da herkömmliche Antibiotika nicht mehr wirken.

Also:
Um die massenhafte Produktion von Fleisch und damit die Massentierhaltung zu reduzieren, kann jeder einzelne also folgendes tun: Weniger Fleisch bewusster essen und einkaufen. Denn nur weil soviel Fleisch auch gekauft wird, wird soviel Fleisch produziert.

Der Umweltaspekt
Wir haben nur diese eine Erde. Wir sollten uns alle darüber bewusst sein, dass es an jedem einzelnen von uns liegt, den Klimawandel aufzuhalten beziehungsweise das Tempo, in dem er wirkt, zu verlangsamen. Natürlich ist es wichtig, Energie zu sparen, öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad zu nutzen und den Müll zu trennen, aber wer wenig oder kein Fleisch ist, hat eine deutlich bessere Umweltbilanz! Die meisten landwirtschaftlichen Flächen weltweit werden für die Fleischproduktion genutzt. Ein großer Bedarf an Futtermittel muss gedeckt werden. Die Tierproduktion ist nach Holznutzung die zweitgrößte Bedrohung des brasilianischen Regenwaldes! Wer nun allerdings glaubt mit Soja-Würstchen würde er der Umwelt besseres tun, liegt falsch. Auch das wird dort angebaut. Schaut euch hier gerne einmal den Film Cowspiracy an. Ein richtig toller Film, indem die oft verschwiegenen Auswirkungen des Fleischkonsums auf die Umwelt aufgedeckt werden.

Aber Biofleisch?
Bei den Begriffen Bio und Öko denken wir sofort an glückliche Tiere auf der Weide. Wenn wir Bio kaufen, haben wir ein besseres Gewissen und deshalb kaufen wir ja auch das teurere Bioprodukt. Aber auch den Bio- und Ökotieren geht es alles andere als gut. Die Lebensbedingungen unterscheiden sich nicht wesentlich von denen der Tiere in der konventionellen Massentierhaltung, lediglich ein paar Zentimeter mehr haben sie zur Verfügung. Letzten Endes landen sie genauso beim Schlachter, wie die anderen auch und werden auf die selbe Weise getötet. Das Biotier sieht genauso wie die aus der Massentierhaltung keine Weide oder Wiese. (Trotzdem sollte man eher Biofleisch kaufen als anderes, schon aus Prinzip. Geil ist es aber trotzdem nicht.)

Esst kein/kaum Fleisch!
Wer konsequent sein möchte und unartgerechte Tierhaltung/quälerei nicht länger unterstützen mag, sollte tatsächlich auf sämtliche tierische Produkte verzichten (die Gründe dafür würden jetzt den Rahmen sprengen). Ich bewundere Menschen, die sich vegan ernähren und so willenstark sind. Ich habe mich demletzt erst einmal an einem vegetarischen Monat ausprobiert. Mir ist es nicht wirklich schwer gefallen, allerdings habe ich mich nach dem Monat auch auf Fleisch gefreut. Ich möchte mich mit dem Begriff "Vegetarier" nicht einschränken. Klar für mich ist, dass ich ab sofort weniger essen werde. Wurst lasse ich zukünftig komplett aus, Fleisch esse ich, wenn ich will. Die letzten zwei Wochen habe ich bisher erst einmal Fleisch gegessen. Ich glaube bei eingeschränktem Konsum, kann man dann auch ausgewähltere Produkte kaufen. Obschon ich mir nicht vorstellen kann, irgendwann einmal nur vegan zu leben, trinke ich manchmal auch Hafermilch anstatt herkömmlicher.


Alternativen
Nun gut, vegetarisch leben ist wirklich nicht schwierig. Du darfst alles essen außer Fleisch und Meerestiere. Also bleibt da vieles übrig. Aber es gibt tatsächlich Gerichte, die wie Fleischgerichte schmecken, aber keines enthalten. Ein Beispiel dafür sind zum Beispiel die vegetarischen Spagetti Bolognese (mit einem Klick zum Rezept), bei denen anstatt Hackfleisch, Pilze verwendet werden. Das schmeckt dann aber wirklich wie richtige Bolognese! Das Ausprobieren macht echt Spaß und sorgt für einen viel bewussteren Umgang zum Essen. Wer sich für das Vegane Leben interessiert kann einmal hier vorbei schauen.


Die Überfischung
Ein Vegetarier ist auch kein Fisch. Es gibt allerdings auch Pescetarier, die Fisch in ihrer Ernährung nicht ausschließen. Natürlich, bei Fischen hat man oftmals ein weniger schlechtes Gewissen, weil sie uns nicht so präsent sind. Es ist allerdings nachgewiesen, dass Fische Schmerz empfinden. Das Problem ist die Überfischung. Um die gewaltige Fischnachfrage der Menschen zu decken, werden jedes Jahr weltweit etwa 90 Millionen Tonnen an Fisch und anderen Meeresbewohnern gefangen. Und laut dem Weltfischereireport der UN-Welternährungsorganisation (FAO) sind nahezu 87 % der weltweiten Fischbestände überfischt oder an der Grenze der maximalen Ausbeutung.
Weil Fischfänger meist nur eine bestimmte Spezies fangen wollen, aber die Fangmethoden nicht ausgereift sind, um genau dieses Ziel zu erreichen, kommt es zu einer großen Masse Beifang. 
Von den gefangenen Meereslebewesen werden jährlich 40 % als Beifang aus einer Reihe von gesetzlichen und ökonomischen Gründen nach dem Einholen »entsorgt«, soll heißen zurück ins Meer geworfen. Ein Großteil von ihnen verendet bereits in den Netzen, beim Einholen oder wenig später durch Fangfolgen.

Ich hoffe ich konnte mit diesem Beitrag einen Artikel verfassen, die alle Informationen zusammenfassen und für euch etwas Neues beinhalten :) Macht es gut, ihr Lieben! Eure Lizzy

Kommentare

  1. Sehr toller Post! Ich finde es unglaublich wichtig und toll, solche Themen heutzutage anzusprechen. Auf Grund ethischer und gesundheitlicher Gründe hatte ich mich auch letztes Jahr dazu entschieden, eine vegane Ernährung einzuschlagen und es fiel mir überhaupt nicht schwer, da ich mich auch davor schon einpaar Jahre vegetarisch ernährt habe :)
    Hast du denn jetzt vor, dich vegetarisch/vegan zu ernähren?

    Love, Julia
    www.sere-ndipity.blogspot.de

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  2. Ein richtig toller Post !
    Ich finde du hast es wirklich perfekt auf den Punkt getroffen, für manche ist das Leben ohne Fleisch oder gar ohne tierische Produkte eben nichts, aber dann sollte man den Konsum wenigstens einschränken und dafür lieber darauf achten das die Produkte die man kauft aus guter Halter kommen.
    Ich selbst bin seit fast zwei Jahren Vegetarierin und für mich kommt der Konsum von Fleisch absolut nicht mehr in Frage. Ich vermisse es wirklich nicht, denn es gibt so viele gute und umweltfreundliche alternativen. :)
    Alles Liebe,
    Lou

    thelouniquestyle

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  3. Danke für diesen tollen, inspirierenden Post :) Ich versuche auch gerade, auf Fleisch zu verzichten! Liebe Grüße, Feli von http://www.felinipralini.de

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  4. love your post! even if it's a little hard for me to read germany! I love your picture!

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    Alessa Bernal :)

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