Was am Ende bleibt

Donnerstag, 28. Dezember 2017


Was am Ende bleibt sind Fragen. Ich bin ein nachdenklicher Mensch. Selbstreflektion und Fragen bestimmen meinen Alltag und stellen sich mir oft in den Weg. Auf der anderen Seite kann ich wohl nur so von mir behaupten mich selbst gut zu kennen. Ich kenne meine Grenzen, meine Passionen und meine Ziele und das ist schön.
Aber- man lernt nie aus. Jedes Jahr ist ein Teil eines Prozesses, meiner persönlichen Entfaltung und bietet Chancen, Enttäuschungen und vor allem: Lektionen. Ich habe dieses Jahr bereits einen Post geschrieben über alles, was ich 2017 lernen und erfahren durfte.
Doch was am Ende bleibt sind Fragen. Fragen über Fragen und Gedanken über Gedanken. Denn das, was deinen Prozess im Endeffekt wirklich ausmacht, ist die Art und Weise, wie du diese Lektionen umsetzt. Deshalb schrieb ich eine Liste mit Vorsätzen für das neue Jahr.
Lange scherzte ich über Beiträge wie diese auf Blogs. Klar, mehr Sport, mehr Fleiß und Leistung und weniger Junkfood. Für mich war immer klar, dass diese Vorsätze nie und nimmer wahr werden, denn auch, wenn ich gerne sportlicher, fleißiger sein und gesünder leben würde, wusste ich, dass diese Idealvorstellungen meiner selbst, immer im Konjunktiv und damit unerreichbar bleiben würden.
Nein. So ist das nicht. Jeder sollte so eine Liste haben. Jeder sollte eine lange Liste mit Dingen haben, die man erreichen will. Und am besten liegt diese Liste auf dem Nachttisch, sodass man jeden Abend weiß, wofür man morgen aufsteht. Denn das motiviert, das spornt uns an.
Ich habe also so eine Liste geschrieben mit Punkten, die mir für das neue Jahr wichtig sind, die eine Antwort auf die Frage gibt, wer ich sein will und wie ich die beste Version meiner selbst werden kann.

Ziele
Was braucht man um sein Ziel zu erreichen? Das ich Vorstellungs- und Willenskraft habe, ist nicht abzustreiten, aber was- wenn das alles nicht ausreicht? Wenn mein Plan der Zukunft, die Idee meines neuen Lebensabschnitts mit einem Mal platzt? Mit Enttäuschungen muss man rechnen. Trotzdem erwische ich mich dabei, was meine Ziele angeht, pessimistisch zu sein und das will ich ändern. Optimismus hat noch keinem geschadet und vielleicht macht ja auch die Einstellung die Musik.

Lesen
Ich weiß nicht, wann ich mir das letzte Mal bewusst Zeit genommen habe um zu lesen. Bücher bieten Fluchten in andere Geschichten als die eigene, Bücher inspirieren, erzählen Storys mit Intention und Sinn und Inhalt und ich weiß, dass mir Belesenheit gut tun würde, mir Denkanstöße und Stoff zum Ausdiskutieren liefern würde und dass es abertausende gute Bücher gibt, die es wert sind gelesen zu werden- 2018, sollen ein paar davon angegangen werden.

Freunde
Meine Freunde sind die wichtigsten Menschen in meinem Leben und sie machen einen Großteil meiner guten Laune aus. Das ist es wert aufrecht erhalten zu werden. Wenn wir uns nach dem Abitur in alle Richtungen verstreuen, es uns an die unterschiedlichsten Winkel der Welt zieht und jeder dabei ist ein neues Leben aufzubauen, können Vertrautheit und alte Freunde Stabilität bieten.
Ich tendiere dazu Dinge zu schnell abzuhaken. Man muss den Kontakt aufrecht erhalten und sich bemühen- das will ich unbedingt erreichen und meine Freunde an meinem Leben- sollte es sich auch noch so verändern- und an mir teil haben lassen.

Gesundheit
Ich muss unbedingt mehr Sport machen und mich gesünder ernähren. Nicht nur um körperlich in Form zu bleiben, sondern auch um gesund zu bleiben. Gesundheit ist ein Geschenk und viel zu oft gehen wir viel zu leichtfertig damit um und tun Dinge, die uns und damit unserem Körper nicht gut tun.

Was am Ende bleibt sind Fragen. Fragen, auf die es eine Antwort gibt. Immer. Ausnahmslos. Irgendwann. Ich habe also noch eine Liste geschrieben mit Fragen, die omnipräsent in meinem Kopf herumschwirren, doch die ich aktuell nur skizzenhaft beantworten kann.
Wer und wie will ich sein?
Kann ich meine Schwächen zu Stärken umwenden?
Habe ich eine höhere Aufgabe?
Ergreife ich Chancen am Schopf wenn sie sich auftun?
Wie kann ich im Kleinen einen Beitrag zum Glück anderer beitragen?

Ich schaue positiv, wenn auch ein wenig unsicher in das neue Jahr, die Zukunft. Die Zukunft liegt nur noch wenige Tage vor mir und ich kann es kaum erwarten, meine ersten Schritte in das Futur zu gehen. Und wenn ich so darüber nachdenke, dann sind all die Fragen wie weggeblasen und Dankbarkeit macht sich breit. Für das letzte Jahr, für alles was ich habe und besitze, für das Geschenk mir überhaupt Fragen, die Zukunft betreffend, stellen zu können.

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