Women

Sonntag, 11. März 2018


Frau zu sein bedeutet eigentlich gar nichts. Es ist eigentlich nur ein Geschlecht und keine Rolle. Es gibt keinen Rahmen, der Frauen eingrenzen kann, keine Adjektive, die die Art einer Frau beschreiben und keine Angaben, wie sie zu sein hat. Ich habe das Gefühl wir können alles schaffen. Frau zu sein bedeutet für mich innere Stärke und ich bin stolz darauf.
Letzten Donnerstag war internationaler Women's Day und zu diesem Anlass habe ich eine Menge über Frauen, Gleichberechtigung und den Begriff Feminismus nachgedacht.
Muss man im Jahr 2018 überhaupt noch für Gleichberechtigung einstehen?Wieso wird der Begriff "Feminismus" so oft in einen falschen Kontext gebracht?
Wie ist der gesellschaftliche Status von uns Frauen in der westlichen Welt zu sehen?
Wieso gibt es so oft Neid und Konkurrenz statt Support zwischen Frauen?

Dieses Jahr gibt es seit 100 Jahren das deutsche Frauenwahlrecht. Ich fühle mich gut und frei als Frau und habe das Gefühl ich könnte alles erreichen, was ich möchte. Mein Geschlecht hat sich mir noch nie in den Weg gestellt, ich fühle mich gleichberechtigt. Wenn man allerdings bedenkt, dass Frauen fast 23% weniger verdienen als Männer, obwohl sie die selbe Arbeit verrichten, kommt mir der Begriff "gleichberechtigt" doch nicht richtig vor. Der aufkommende Feminismus ist für mich aus Fakten wie diesen total begründet. Sexismus und die Reduzierung einer Frau auf ihren Körper, sind Themen, die auch heutzutage noch im Alltag Bestandteil haben. Leider. Schon die #metoo Debatte zeigt, wie oft der Erfolg einer Frau mit ihren weiblichen Reizen zusammenhängt. Das sollte auf keinen Fall so sein. Deshalb ist Feminismus nötig. Die Debatte um die "pink tax", also, dass Frauen für Produkte viel mehr zahlen, als Männer für die selbigen, und die Steuerverminderung von Damenhygiene zeigen immer wieder, dass gleiche Rechte in allen Bereichen nötig, beziehungsweise bisherige Tabutthemen wie Menstruation anzusprechen und aufzuklären, wichtig ist. Und es ist wichtig Themen wie diese öffentlich zu machen und sich auszutauschen, dass sich junge Mädchen nicht alleine und eklig fühlen. Dass allen die Natürlichkeit von Perioden, Eisprung und Blut in der Unterhose bewusst wird und die Scharm verschwindet, dass Frauen nirgendwo mehr auf der Welt als "schmutziges Geschlecht" gelten. Feminismus ist notwendig.
Um den Begriff der leider immer wieder mit der Degradierung des Mannes verwechselte wird, übrigens besser in Worte zu fassen, möchte ich die offizielle Definition zitieren:
"Feminismus ist ein Oberbegriff für geistige, gesellschaftliche, politische, religiöse und akademische Strömungen und soziale Bewegungen, die auf der kritischen Analyse von Geschlechterordnungen basieren, für Gleichberechtigung, Menschenwürde, die Selbstbestimmung von Frauen sowie gegen Sexismus eintreten" (Wikipedia) Man muss übrigens auch nicht zwangsweise weiblich sein, um sich als Feminist zu bezeichnen. Remember: Men of Quality do not fear equality!
Und während ich mich als deutsche junge Frau frei und im großen und ganzen chancengleich fühle, gibt es in Entwicklungsländer noch nicht mal ein Schulrecht für Mädchen, Frauen verkaufen sich als Sexsklaven um für ihre Familien sorgen zu können, werden nicht selten vergewaltigt und misshandelt. Emanziaption und Feminismus sind die Schlüsselwörter. Eine Teillösung der großen Entwicklungspolitik und kann Krankheiten wie Aids vermindern, das übermäßige Bevölkerungswachstum ausbremsen und auf Dauer zur Entwicklung von Armutsländern gehen. Diesen Women's Day gibt es nicht ohne Grund und ist ein guter Anlass, die Frauenbewegung der Geschichte anzuerkennen und zu feiern und auf aktuelle Debatten aufmerksam zu machen. Ich wünsche mir Gleichberechtigung in jedem Bereich. Feminismus, also die Gleichstellung jedes Geschlechtes ist nötig: Egal ob Mann oder Frau oder irgendwas dazwischen oder gar nichts von beidem.



1 Kommentar

  1. Ein wirklich sehr interessanter Post mit einem tollen Thema!
    Ich finde auch schade, dass Feminismus teilweise noch falsch aufgegriffen wird, aber andererseits frage ich mich auch, was ist denn jetzt "der richtige" Feminismus? Gibt es sowas überhaupt?
    Meiner Meinung nach ist auch klar, und es sollte auf jeden Fall selbstverständlich sein, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Es ist doch wirklich sehr egal ob jetzt eine Frau oder ein Mann den Job macht, solange er doch gut gemacht wird, oder? Da kann man ihn auch gleich bezahlen und auch die gleiche Anerkennung geben.

    Mich erschüttert es auch immer noch bis heute, wenn ich darüber nachdenken, dass selbst meine Oma noch nicht mit den Rechten geboren wurde und aufwachsen konnte, wie ich es bin. Teilweise trifft das sogar auch auf meine Mutter zu. Zum Beispiel ist Vergewaltigung in der Ehe erst ab 1997 wirklich eine Straftat. In Deutschland!

    Es muss noch viel in der Welt daran gearbeitet werden, dass die Menschenrechte in jedem Land auch für Frauen gelten können!

    xx
    Josie / Warm Winters

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