Über mich, Andere und unsere Gefühle

Donnerstag, 31. Mai 2018


Ich laufe in der Dämmerung nach hause. Diese Woche war schön und komisch, immer abwechselnd. Es gab so viele Momente, in denen ich meine Hand nach Mut, Optimismus und Liebe ausgestreckt habe und in denen ich allein im Park an einem Baum gelehnt gesessen, mit Alt-J auf meinen Kopfhörern und gegrübelt habe.
Wie meine Worte, meine Art ankommt, mein Wesen, meine Natur. Wie ich wann funktioniere. Wie andere funktionieren. Was man zu wem sagen sollte und darf. Wann etwas Wahrheit und wann nur Meinung ist. Wie sich Gefühle unterscheiden. Und wann sie berechtigt sind. Und Worte.




Perspektiven unterscheiden sich. Damit auch Wahrnehmungen und Meinungen über das, was gesagt wird. Und manchmal wird etwas ganz anderes verstanden. Theoretisch sind es bei 1000 Menschen, die deinen Worten lauschen, 1000 verschiedene Worte. Und was ist die Wahrheit, wenn jeder seine eigene hat?



Wie ich funktioniere- Ich möchte vorankommen. Vor allem momentan in meinem Leben und möchte endlich anfangen zu leben. Diese Zeit zwischen Abi und Studium (hoffen wir es mal) kommt mir vor wie ein viel zu volles Wartezimmer. Und obwohl ich Zeit genieße und mir meine Woche mit Aktivitäten jeglicher Art plane, lassen mich die Gedanken nicht los, bete und hoffe täglich, dass mich irgendeine Hochschule nimmt. Ich weiß nicht, wie lange ich noch an diesen Plan glauben kann. Aber an was soll ich sonst festhalten? Plan B habe ich selten und schon gar nicht in diesem Fall. Und ich möchte mit dem Kopf durch die Wand.
Ich habe teilweise Angst vor meinen Gefühlen. Weil sie mich manchmal so sehr übermannen und ich sie nicht stoppen kann. Manchmal ist das cool. Wenn ich mich freue, dann sprudele ich fast über und kann nicht aufhören innerlich und meist auch äußerlich zu tanzen und zu jubeln. Aber ichbin auch ziemlich schnell ziemlich tief am Boden. Ich weiß nicht ob diese Eigenschaft gut oder schlecht ist. Wahrscheinlich beides irgendwie.




Wie andere funktionieren- oft anders und vielleicht sparsamer mit Gefühlen. Das verbraucht weniger Energie: Viele Interessen, viele Perspektiven sind da und heiße Kessel werden schlauerweise mit Topflappen angefasst um sich nicht zu verbrennen.
Himmel, gib mit Topflappen!
Worüber ich auch nachgedacht habe, ist, dass man besser nicht mit anderen tauschen wollen sollte. Jeder hat irgendein Problem. Jeder hat etwas, das ihn betrübt und seine eigenen Sorgen kommen einem meist am dramatischsten vor. Egal wie banal.
Und- Gefühle sind immer berechtigt!- Egal wie banal. Weil man sie nicht weghexen kann und man ernst nehmen muss, was das Innere sagt.





Vielleicht ist das, was wir alle gemeinsam haben, dass uns Leichtigkeit fehlt. „Es wird schon alles gut werden“ und der Sommer ist für dieses Gefühl wie geschaffen.
Lasst uns leicht leben! Amen.


(Outfit Details: Shirt- hm men, Rock, Brille, Tasche - Second Hand, Schuhe- hm, schweißiges Gesicht, Bräunungsstreifen- Geschenk des Megasommers)

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